Armierung und Putz
benötigte Werkzeuge:
Maurerkelle
Glättkelle
Kunststoffreibebrett
Mörtelfass
Rührwerk
Wasserwaage

Hier möchte ich in ein paar Bildern zeigen wie leicht armieren und putzen ist. Eigentlich jeder mit etwas Geschick kriegt das hin. Ich betone aber, dass ich keine Fachmann bin. Vielleicht ist einiges nicht ganz richtig was ich schreibe, aber bei mir hat es so problemlos funktioniert.
Sollte ein Fachmann etwas grob falsches finden, kann er mich gerne korrigieren.
Als erstes braucht man natürlich die Wand die man verputzen will. Sicher könnte man die Wand auch gleich mit Reibeputz versehen, ich finde aber durch das Armieren wird sie glatter und man hat zusätzlich Eckschienen dran. Dazu muss aber gesagt werden, Armierung ist kein Putz und man sollte damt auch keine schiefen Wände ausgleichen. Kleine Unebenheiten verschwinden damit aber sehr gut.
In meinem Fall hier handelt es sich um einen Pfeiler aus Porotonsteinen. Ich habe 36er Steine verwendet, aber als 24er Wand aufgebaut. Dadurch bleiben auf zwei Seiten die Rillen der Steine sichtbar. Diese musste ich zuerst mit Putz ausfüllen.

Zuerst wird auf den Ecken Armierungsmörtel aufgetragen.

Darauf kommen die Eckschienen

Die Eckschienen fest andrücken bis der Armierungsmörtel herausquillt.

Der herausgetretene Armierungsmörtel wird nach innen abgezogen.

Nochmal kontrollieren ob alles gerade ist.

Mit beiden Eckschienen sieht es dann so aus.

Dann wird Armierungsmörtel mit der Glätte vollflächig aufgespachtelt. Das kann ruhig etwas dicker sein. Was zuviel ist, wird später wieder abgezogen. Ich fand es einfacher später wieder abzuziehen, alswenn nachher zu wenig drauf ist.

Als nächstes kommt Armierungsgewebe drauf. Mehrere Stücke immer mit mind. 10cm überlappen. Zum Ausrichten nur erstmal leicht mit den Fingern andrücken.

Dann das Gewebe in der Mitte von oben nach unten eindrücken....

... und von der Mitte nach beiden Seite glattstreichen Im Prinzip wie beim Tapezieren.

Nun kann man mit der Glätte den überschüssigen Armierungsmörtel abziehen. Dazu die Glätte etwas steiler ansetzen, etwas mehr Druck ausüben und so oft über die Fläche ziehen bis kein Mörtel mehr aus dem Gewebe austritt.

So sollte dann die Fläche aussehen

Am nächsten Tag, wenn alles getrocknet ist, kann der Reibeputz vorbereitet werden. Dazu wird alles nötige (z.B. Sockel) angezeichnet....

und abgeklebt.

Jetzt wird der Reibeputz mit einer Glätte aufgezogen und auf Korngröße wieder abgezogen. Dazu wird die Glätte so lange über die Fläche gestrichen, bis sich dabei kein Putz mehr auf der Glätte sammelt.

Nun kann mit dem eigentlichen Reiben begonnen werden. Hierfür benutzt man ein Plastikreibebrett, mit dem in kreisenden Bewegungen über die Fläche gerieben wird. Der Schlamm, der sich dabei auf dem Reibebrett sammelt, muss immer wieder abgestrichen und entsorgt werden.


