Immer wieder erreichen mich Fragen zu unserem Hausbau mit Isorast oder, wie es sich inzwischen in unserem Haus lebt. Natürlich beantworte ich alle gerne, da sich viele aber thematisch sehr ähnlich sind, werde ich hier alle inklusive meiner Antworten auflisten. Das erspart Euch und mir wahrscheinlich viel Schreibarbeit.

Wer dennoch spezielle Fragen hat und hier keine Antwort bekommt, kann sich gerne direkt an mich über mein Kontaktformular wenden.

Zur besseren Übersicht und schnelleren Antwortfindung formuliere ich Eure Fragen etwas um und versuche sie in einen Satz zu fassen.

Wie viel Quadratmeter hat Euer Haus und was hat der Rohbau gekostet?

Unser Haus hat 400m² und etwa ….. (muss ich noch mal genau nachsehen) gekostet. Die Preise unterliegen allerdings (wie alles andere auch) der allgemeinen Inflations- und Teuerungsrate und hängen vom Komplettpaket des Anbieters ab. Hinzu kommen regionale Unterschiede und natürlich sind sie Verhandlungssache. Unser Hausbau ist schon ein paar Jahre her und die Preise daher kaum noch relevant.

Habt ihr einen Energieausweis? Welchen Wert habt ihr?

Nein, haben wir nicht. Das wären zusätzliche Kosten, die wir für uns nicht brauchen.

Wie gut ist die Dämmung und müsst ihr die Bodenheizung oft einsetzen?

Es ist genial. Du kannst Dich in jede Ecke vom Haus setzen, selbst in eine von zwei Außenwänden und es ist überall gleichmäßig warm. Laut Isorast soll eine Außenwand innen nur 1° kälter sein als die Raumtemperatur. Ich habe es geprüft, es stimmt. Nach unserem alten Haus ein absoluter Traum. Da wir ein Energiesparhaus und kein Passivhaus haben, ist eine Heizung natürlich nötig. Unser Wohnzimmer liegt aber mit großen Fenstern nach Süden und selbst bei Frost reicht Sonne aus um ohne Heizung 25° im Wohnzimmer zu erreichen. Die Heizung (Wärmepumpe) ist einmal eingerichtet und es ist immer überall gleichmäßig warm. Dabei reicht eine geringe Vorlauftemperatur und man merkt nicht ob sie an ist oder nicht.

Gehen die Wände leicht kaputt z.b wenn man mit einem Stuhl dagegen schlägt?

Nein, das Styropor merkt man mit Putz nicht mehr. Man macht ja etwa 1cm drauf und dann sind die Wände nicht empfindlicher als in einem anderen Haus. Hängt, wie in jedem Haus, auch vom Putz ab. Gipsputz ist empfindlicher als Zementputz, das ist klar. Hat aber absolut nichts mit der Bauweise zu tun.

Wie sind eure Heizkosten?

Ich messe den Stromverbrauch der Heizung nicht direkt, kann das also nicht genau beantworten. Kann aber eine Vergleichsrechnung geben:
Im alten Haus lief die Heizung, das Warmwasser und Essen kochen über Gas. Das mache ich jetzt alles über Strom. Hinzugekommen sind noch elektrische Rollläden, ein Rechner der dauerhaft läuft und einige andere kleine Spielereien wie große Sat-Anlage, Rechner im Kinderzimmer, Fernseher in den Kinderzimmern…. Insgesamt zahle ich vielleicht 60€ mehr an Stromkosten als vorher. Lass davon vielleicht 50€/ Monat für die Wärmepumpe (Heizung und Warmwasser) drauf gehen.

Wie sieht es mit der Feuchtigkeit aus im Haus?

Egal, in welchem Haus man lebt, die Luftfeuchtigkeit kommt vom Menschen, Pflanzen und was man sonst so hat. Der Putz (der nicht anders als in anderen Häusern ist) reguliert den größten Teil. Wer also normal lüftet, hat keinen Unterschied zu jedem anderen Haus. Die Bauweise macht sich bei der Feuchtigkeit also nicht bemerkbar. Wenn Du Angst vor Schimmel hast, weil viele meinen eine Dämmung oder ein luftdichtes Haus wäre schuld daran, kann ich Dich beruhigen, das ist absoluter Unsinn.
Zur Erklärung:
Wenn es bei nachträglich gedämmten Häusern oder neu eingebauten Fenstern zu Schimmel kommt, liegt das an einem Denkfehler oder falsche Ausführung. Zu hohe Luftfeuchtigkeit schlägt sich immer an der kältesten Stelle nieder. Das sollten die Fensterscheiben sein, den Glas kann kein Schimmel ansetzen. Fangen nun welche an in alten Häusern mit schlechten Wänden super dämmende Fenster einzubauen, sind die Wände kälter, ziehen daher das Wasser an und fangen an zu schimmeln. Ähnlich ist es bei einer nachträglichen Dämmung. Da werden dann 10cm Styropor auf die Wände gebracht und ich den Fensterfaschen (links und rechst vom Fenster) ist kein Platz dafür. Die stellen werden also weniger gedämmt, sind kälter und ziehen wieder das Wasser an. Selbiges kann passieren, wenn fehlerhaft gedämmt wird und es irgendwo ungedämmte Stellen gibt.
Genau darin liegt der enorm große Vorteil von Isorast oder ähnlichen Systemen. Durch die Styroporsteine hast Du vom Fundament bis zum Dach und auch an den Fenstern überall exakt dieselbe Dämmung. Keine kalten Stellen heißt auch kein Schimmel. Gelüftet werden muss natürlich wie in jedem anderen Haus.

Ich habe gehört das sich Mäuse leicht  bei Styropor einnissten können, können Sie da was dazu sagen, oder ist es bei diesem Hartschaumstyropor anders?

Prinzipiell ist das so. Ich habe draußen auch eine Werkstatt die teilweise Stryropor enthält und dahinter ist ein Schafstall. Da habe ich also immer wieder mal ne Maus (wohne halt auf dem Dorf), die sich auch gerne durch das Styropor frisst. Die scheinen sich da aber nicht einnisten zu wollen. Dämmwolle ist ihnen sicher lieber. Am Haus war aber noch nie eine Maus. Zum einen ist Putz drauf, durch den sie nicht kommen würden und zum anderen haben sie vermutlich kein Interesse daran. Mäuse suchen sich Wege durch irgendwelche Hohlräume (wie die Wandverkleidung in der Werkstatt) und wenn sie auf Styropor treffen, fressen sie sich halt durch. Ein Haus hat glatte Wände, bietet somit keine Verstecke und welchen Grund sollten sie haben sich in eine glatte Wand zu fressen? Ich habe da keine Bedenken und mir ist auch nichts der Art bekannt.