Hausbau-Isorast



25.03.2012, 14:44
Stefan M. Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 25.03.2012
Wohnort: -


Betreff: Haftbrücke für Armierungsmörtel notwendig?
Hallo alle miteinander

Wir bauen auch gerade mit Styroporschalungssteinen und haben bis jetzt den Rohbau, Dach und Fenster abgeschlossen. Jetzt stellt sich für uns die Frage, wie wir die Fassadengestaltung in Angriff nehmen. Es gibt die Möglichkeiten zu verputzen oder Klinkerriemchen aufzukleben. In beiden Fällen braucht man wohl eine Armierungsschicht, die mit einem Armierungsmörtel - und in ihn eingebettet - einem Gewebe erstellt wird.
Meine Frage ist nun: brauchen gängige Armierungsmörtel auf dem Styropor noch eine Haftbrücke oder ist der Mörtel selbst schon die Haftbrücke, auf der dann nur noch Oberputz bzw. Riemchen aufgeklebt werden.
Ich stelle die Frage, weil Riccardo im Innenbereich mit einer Haftbrücke gearbeitet hat.
Danke für Antworten.

Grüße

Stefan[/b][b]
 

25.03.2012, 20:11
Fritz Abwesend
Mitglied
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Wohnort: Stadtsteinach


Betreff: Re: Haftbrücke für Armierungsmörtel notwendig?
Also soviel ich weiß braucht man für die Fasade außen keinen Haftvermittler. Innen braucht man ihn weil man da ca. 15mm Gipsputz ohne Armierung aufträgt. Außen verwendet man Klebe-und Armierungsmörtel mit Armierungsgewebe den man nur wenige Millimeter aufträgt. Bei Isorast hält er noch besser weil die Steine im Gegensatz zu einfachen Wärmedämmplatten kleine Rillen hat mit denen sich der Mörtel verzahnen kann.
Am besten Du frägst Deinen Baustoffhändler. Der müste eigentlich die aktuellen Produkte am besten kennen
 

26.03.2012, 18:31
Ricc Abwesend
Administrator
Dabei seit: 25.08.2008
Wohnort: Dessau


Betreff: Re: Haftbrücke für Armierungsmörtel notwendig?
Das klingt eigentlich schon richtig gut Fritz Grinning

Außen haben wir auch kein weiteren Haftgrund verwendet, nur die Fläche vorher mit einem Stahlbesen aufgerauht.
Innen wurde vorher "Betonkontakt" gestrichen. Ich gestehe aber, ihn am Ende nicht überall benutzt zu haben. Beim Putzen bleiben immer mal Rester übrig, die ich einfach dünn auf eine unverputzte Stelle geschmiert habe. Irgendwann habe ich einfach mal probiert wie gut der Putz hält und wollte so ein aufgeschmiertes Stück abpolken. Erfolglos. Durch die Oberflächenform der Steine (wie Schwalbenschwanzführung) hält der Putz absolut genial. Darauf habe ich meine vorhandenen Kübel noch verarbeitet und den Rest so weiter geputzt.

Riccardo Düring
 

27.03.2012, 17:06
Atze-51 Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 19.03.2012
Wohnort: -


Betreff: Re: Haftbrücke für Armierungsmörtel notwendig?
Dazu habe ich auch gleich noch eine blöde Frage und zwar we schaut das aus wenn man
mal gegen die Wand (Innenwand) stößt? Bröckelt dann der Putz ab, weil das Material nachgibt?

Wenn nicht, wie doll könnte, ich betone könnte Laughing , man mit dem Hammer gegen die Wand hauen?
Bei einer "richtigen massiven Wand" würde im diesem Fall ja nichts passieren...
The difference between theory and practice in practice is bigger than
the difference between theory and practice in theory. Wink

 

27.03.2012, 18:51
Ricc Abwesend
Administrator
Dabei seit: 25.08.2008
Wohnort: Dessau


Betreff: Re: Haftbrücke für Armierungsmörtel notwendig?
Außen verhält es ich ja wie bei jedem isolierten Haus.
Innen dagegen hält der Putz schon einiges aus. Es kommt natürlich auch darauf an, was Du für Putz verwendest. Wir haben 1cm Gipsputz und bisher hat keiner etwas abgebrochen Smiling Kannst Dir ja mal eine 1cm starke Scheibe aus Gips machen und testen, was sie aushält. Der größte Halt entsteht natürlich durch die Fläche. Du weißt ja sicher, wie leicht Du Styropor zerbrechen kannst, aber leg mal eine Platte auf Beton und versuche sie dann kaputt zu machen. Und das wäre nur das Styropor. Hier kommt ja nochmal der Putz drauf.
Riccardo Düring
 

27.03.2012, 20:41
Stefan M. Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 25.03.2012
Wohnort: -


Betreff: Re: Haftbrücke für Armierungsmörtel notwendig?
Hinzu kommt, dass für Schalungssteine verwendeter Styropor mindestens 28kg/m3 Rohmasse enthalten muss. Dadurch ist er härter als gewöhnlicher Styropor, der z. B. bei WDVS meist nur 15kg/m3 hat.
 

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