Wenn man ein altes Haus abreißt, ergibt sich das Problem, dass man zwischen Abriss und Neubau keinen Wohnsitz hat. Mieten kam für uns nicht in Frage, da wir die doppelte Belastung gescheut haben. Zusätzlich würde man dann ständig zwischen Wohnraum und Baustelle pendeln. Daher entstand einer meiner kuriosen Pläne – Wir bauen den kleinen Schuppen und den alten Trockenplatz zu Wohnzimmer, Küche und Bad aus. Man muss halt nur ein wenig Fantasie haben. Da ich vom Urzustand keine Bilder mehr habe, hier ein paar Grafiken.

Geplant war hierfür den offenen Trockenplatz mit Wänden zu verkleiden und somit das Wohnzimmer zu gestalten. Die Trennwand zwischen alter Werkstatt (mit dem Fenster) wird zum Teil geöffnet, damit die Räumlichkeiten verbunden werden. Zusätzlich wird die alte Werkstatt geteilt und die Hälfte zu einem kleinen Bad mit Dusche umgebaut. So zumindest die Theorie und ich muss sagen, dass das in der Praxis funktioniert hat.

Zwischen Abriss und Neubau – der Rohbau

Begonnen habe ich aus den bestehenden Pfeiler des Trockenplatzes eine Art Ständerbauwerk zu gestalten. Dazu habe ich quer Dachlatten angebracht, alles mit Folie überzogen, gedämmt und mit Rauhspund verkleidet.

Nachdem die äußere Hülle stand, konnte es innen weiter gehen und die innere Wand entfernt werden. Zusätzlich musst der Boden unterhalb der alten Tür aufgestemmt werden, um das Abflussrohr für das neue Bad zu verlegen.

Ein kleines Bad mit Dusche

fertig für den Estrich

fertig für den Estrich

Der nächste große Schritt betraf das kleine Bad, dass ich mit dem Fußboden begonnen habe. Der wurde fast komplett entfernt und der Abfluss verlegt.

Eingebaut werden sollte unsere alte Eckdusche, welche aber ein sehr tiefen Becken besitzt und insgesamt viel zu hoch für die Raumhöhe war. Mir blieb also nichts weiter übrig, als sie im Boden zu versenken. Dafür habe ich den Bereich der Dusche abgegrenzt und den restlichen Boden mit Estrich ausgegossen.

Verwendet habe ich dafür hauptsächlich irgendwelche alten Gehwegplatten und Steine – das spart Bauschutt.

Von den nachfolgenden Schritten der Flies- und Installationsarbeiten fehlen mir leider Bilder, aber viel gibt es da auch nicht zu sehen. Die Dusche musste leider noch bis zuletzt im alten Haus verbleiben um weiterhin genutzt werden zu können. Der Einbau war aber gut vorbereitet und konnte später innerhalb von einem Tag erfolgen.

Wände mit Paneelen verkleiden

Der einfachste und schnellste Weg die Wände sauber zu verkleiden sind Paneelen und die habe ich durch eine Praktiker-20%-Aktion und der Bauhaus-Tiefpreisgarantie sogar sehr günstig bekommen. Der Komplette Innenraum unseres „Wohnzimmers“ wurde daher mit weißen Paneelen verkleidet und anschließend alle Ecken und Kanten mit schwarzen Kunststoffwinkeln abgesetzt.

Da der Ausbau nur eine Ersatzlösung war, war geplant die Räumlichkeiten später als Partyraum zu nutzen. So entstand gleich noch ein Dartplatz, ein 4.1-System wurde installiert und eine kleine Lichtanlage eingebaut.

Wir brauchen eine Küche

Ein Bad haben wir, nun brauchen wir noch eine Küche. Dazu musste als erstes die alte Wandverkleidung vorm neuen Bad entfernt werden, die leider auch einen maroden Balken verdeckte. Der wurde also durch einen weiteren unterzogen und die Heizung für das anliegende zweite kleinere Wohnhaus versetzt.

Nun konnte die Wand neu verkleidet und gefliest werden. Schon mal mit Silikon gefliest? 🙂 Die Wand wurde spät am Abend fertig und wir wollten unbedingt noch fliesen. Nur wie ohne Fliesenkleber? Mit Silikon! Problematisch war nur, dass wir um wenig Verschnitt zu haben, von oben nach unten Fliesen mussten und Silikon nicht gerade schnell trocknet. Also wird eine Leiste an die Wand geheftet und darüber eine Reihe Fliesen gesetzt. Ist die fertig, wird die Leiste entfernt und ganz fix eine Reihe tiefer gesetzt. Nun ganz schnell die nächste Reihe auf die Leiste setzen und mit Fliesenkreuze die obere Reihe am Abrutschen hindern. So geht es Reihe für Reihe nach unten.

Da die Heizung etwas höher als die Küchenschränke ist, aber alles komplett mit einer Arbeitsplatte überzogen werden sollte, musste die Küchenschränke durch einen Sockel angehoben werden. Die Küche entstand übrigens als einer Altentsorgung, bei der ich am Ende nur die Türen verwenden konnte und die auch noch neu lackieren musste. Der Rest wurde komplett neu gebaut. Leider fällt mir gerade auf, dass ich kein Bild mit Hängeschränke habe. Muss ich bei Gelegenheit mal noch machen.