Steine von Isorast sind Schalungselemente aus Polystyrol (Neopor)- Hartschaum. Sie haben einen U-Werte in W/(m2K) von 0,27 ( 25er-Innenwandstein) bis 0,1 (43er- Super-Dickwandstein) und sind somit bestens für Energiespar- oder Passivhäuser geeignet. Sie besitzen unten und oben ein Raster von 6,25cm. Dadurch ist ein leichtes zusammenstecken für jeden möglich. Interessante Bauvarianten sind durch Eckrundsteine und Bogensteine jederzeit realisierbar. Kurz: ein Haus welches mit herkömmlichen Steinen gebaut werden kann, kann auch aus Isorast-Steinen gebaut werden.

Vor allem für Selbstbauer ist Isorast nur zu empfehlen. Bauen mit Isorast kann jeder. Ein Einweiser oder Betreuer ist dabei eine Voraussetzung bei Isorast. Das ist meines Erachtens auch wichtig. Der Umgang mit den Steinen ist zwar kein Problem, dennoch sind grundlegende Dinge zu beachten. Und die sollte man schon kennen und beherzigen um später wirklich ein sicheres und energiesparendes Haus zu haben.

Die Geschichte von Isorast:

  • 1973 erhielt der Erfinder Manfred Bruer das internationale Patent auf das Isorastsystem
  • 1975 wurde das erste Isorasthaus gebaut.
  • 1997 erstmalig wird das ganze System mit Schallschlitze (Verbesserung des Schallschutzes) umgestellt.
  • 1998 Goldmedaille auf der Erfindermesse in Genf.
  • 1999 erhält Isorast das Zertifikat „passivhaustauglich“.
  • 2003 Umstellung auf Neopor mit besseren Dämm- und Brandverhalten.
  • 2004 Erweiterung des Programms auf Isoraststeine mit Lehmwandung.

Technische Daten der Isorast-Steine:

25er Innenwandstein 31er Außenwandstein 37er Dickwandstein 43er Super-Dickwandstein
Gewicht 650 g 970 g 1.280 g 1.590 g
U-Werte in W/(m2K)
innen Gipsputz 15 mm
außen Kunststoffputz 10 mm
0,27 0,17 0,13 0,10
Feuerwiderstand
innen Gipsputz
außen Kunststoffputz
F30
Schalldämm-Maß R
beidseits Putz
Rechenwert / Messwert
42 dB / 44 dB ~42 dB / ~44 dB ~42 dB / ~44 dB ~42 dB / ~44 dB

Weitere Informationen auf Isorast.de

Das Bausystem von Isorast:

bauen mit Isorast - verfüllen

Isoraststeine mit Beton verfüllen

Die Idee von Isorast ist eigentlich recht simpel. Anstatt eine Wand zu mauern und diese dann in Polystyrol einzupacken, wird erst das Polystyrol (Neopor) aufgestellt und der Zwischenraum mit Beton gefüllt. Das hat den Vorteil, dass es deutlich schneller und einfacher geht und, dass man absolut wärmebrückenfrei bauen kann.

Betonsilo

Betonsilo

Das Zusammenstecken dabei ist dabei kinderleicht. Die Steine besitzen ein 6,25cm-Raster und sitzen so fest ineinander, dass automatisch gerade Wände entstehen und kaum nachgerichtet werden muss. Zu zweit schafft man bei einem einfachen Grundriss (unser Haus 8,5m x 10m) an einem Tag eine ganze Etage. Ein Bauprinzip, das sehr an Lego-Steine erinnert und dadurch oft denselben Namen erhält.

Verfüllt wird am besten mit einem Betonsilo. Man kann ebenso Fertigbeton mit einer Pumpe liefern lassen, ist dann jedoch zeitlich immer von der Lieferung abhängig und muss genau wissen wie viel Beton benötigt wird. Ein Silo wird mit Trockenmischung geliefert, benötigt einen 3/4″ Wasseranschluss und eine 36A-Kraftsteckdose. Ist beides vorhanden, vereinfacht es das Verfüllen erheblich. Man ist unabhängig und hat keine Wartezeiten. Der entstehenden „Abfall“ beim Reinigen der Schläuche, lässt gleich für noch benötigte Fundamente, wie Schornstein und Garage oder ähnliches nutzen.

Bauen mit Isorast

Der Bauablauf ist recht simpel:
Die erste Reihe wird nach Grundriss auf die Bodenplatte gestellt und eventuell mit Bauschaum oder Dachlatten fixiert. Etwa drei Reihen werden so erst mal gesteckt, ausgerichtet und nivelliert. Unsere Bodenplatte war sehr gerade und die Steine standen ohne weitere Hilfsmittel gerade. Damit das ganze ordentlich steht und sich nicht mehr verschieben kann, wird dann das erste Mal mit Beton verfüllt. Nun wurde die ganze Etage fertig gesteckt und die Wände mit Richtstützen im Lot ausgerichtet. An einem Tag (je nach Architektur) kann so eine ganze Etage gesteckt und mit Beton verfüllt werden. Wir hatten ein Betonsilo, sodass wir unabhängig waren und nicht jedes mal ein Pumpenfahrzeug bestellen mussten.